Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Bauchgrummen, Hautausschlägen, Herzklopfen und Schwindelgefühlen, nicht selten in Kombination: Unerklärliche Symptome, nach deren Ursache viele Betroffene oft lange suchen. Denn Allergietests und andere Untersuchungen liefern keinen Befund. Grund für die Beschwerden kann eine Histaminunverträglichkeit,Histaminintoleranz, sein. Ayurveda hat diese Symptome schon vor über 5000 Jahren beschrieben und bietet wirksame Hilfe bei Histaminintoleranz

Histaminintoleranz – mit Ayurveda wirksam behandeln

Viele Patienten mit einer Histaminintoleranz haben schon viele Arztbesuche hinter sich, bei denen jedoch nie eine Ursache für ihre Beschwerden gefunden werden konnte. Oft sind die Symptome unspezifisch, und Untersuchungsergebnisse ergeben keine schlüssigen Befunde.

Was ist Histamin?

Histamin ist ein natürlicher Botenstoff. Er wird zum einen vom Körper selbst gebildet und ist im gesamten Organismus zu finden.

Wenn etwa aufgrund einer Verletzung ein Körperteil geschwollen ist, liegt das an der Wirkung von Histamin. Auch an der Entstehung von Juckreiz und Brennen ist Histamin beteiligt – und an vielen anderen oft unerklärlichen, allergischen Reaktionen.

Histamin ist  als biologischer Botenstoff wichtig für den Körper . Es regt beispielsweise die Magensaftsekretion an, erweitert Blutgefäße und senkt so den Blutdruck. Histamin regelt aber  unter anderem auch den Schlaf-Wach-Rhythmus, die Appetitkontrolle, die Lernfähigkeit, das Gedächtnis und psychische Emotionen.

Histamin kommt in vielen Lebensmitteln vor. Besonders Schokolade, Fermentiertes, Ananas, Bananen, Papaya, Zitrusfrüchte, Spinat, Tomaten, Avocados, Gewürze, Walnüsse, Cashewnüsse, Hülsenfrüchte, …

Manche Lebensmittel sind noch problematischer, denn sie setzen noch extra zusätzlich im Darm frei. Histaminhaltige oder -freisetzende  Lebensmittel lassen sich normalerweise problemlos verzehren, da das körpereigene Enzym Diaminoxydase (DAO) Histamin abbaut.

Durch einen Mangel an dem Enzym DAO kann der Körper das Histamin aus der Nahrung nicht mehr ausreichend abbauen. Auch wenn zu viel histaminhaltige Nahrungsmittel verzehrt werden, kann es zu einem vorübergehenden Enzymmangel kommen.

Die Bildung von DAO-Enzymen kann auch genetisch oder infolge chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen wie Leaky Gut, Morbus Crohn,  Zöliakie,…beeinträchtigt sein.

Habe ich eine Histaminallergie?

Es gibt keine Histaminallergie. Zwar sind die Symptome oftmals allergischen Reaktionen sehr ähnlich, doch eine Histaminunverträglichkeit ist ein Enzymmangel.

Frauen sind viel häufiger betroffen als Männer, da auch ein hormonelles Ungleichgewicht Auslöser für eine verminderte Enzymproduktion sein kann.

Histaminintoleranz äußert sich das bei jedem unterschiedlich. Zu den gängigen Reaktionen zählen Magen-Darm-Beschwerden, Verschleimung, eine laufende Nase, Kopfschmerzen, ein benebeltes Gefühl, Schwitzen direkt nach dem Essen, Blähungen, Schlafstörungen, Zyklusstörungen, Hautunreinheiten, Neurodermitis, Herzklopfen, Schwindel, Bluthochdruck, Müdigkeit …

Das trügerische ist, dass die Symptome oft auch erst Stunden nach dem Verzehr histaminhaltiger Nahrungsmittel auftreten können.

Ayurveda erklärt ganz einfach die Ursachen für  Histaminintoleranz?

1. Agni (Stoffwechselfeuer)

Der Zustand des Agnis bestimmt die Fähigkeit des Körpers aufgenommene Stoffe, Umweltreize und sogar Emotionen zu verdauen. Ein starkes Agni ist ein Schutzfaktor, der den Körper vor Überreaktionen bewahrt, wie sie im Falle von Allergien auftreten. Ist das Agni eines Menschen stark, sind Allergien kaum möglich. Ist das Agni jedoch schwach, kommt es gehäuft zu Unverträglichkeiten, Allergien, Verdauungsproblemen und Heuschnupfen.

2. Ama (Stoffwechselschlacken)

Ist das Agni schwach werden Nahrung und Emotionen nicht gut verdaut, und es häufen sich Stoffwechselschlacken an. Die nennt man Ama. Ama blockiert die Kanäle im Körper, die Entgiftung und Versorgung funktioniert nicht mehr gut. Die Organe werden nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Ein klassisches Beispiel für Ama ist, wenn man sich nach dem Mittagessen zwar schwer und müde fühlt, kurze Zeit später aber Heißhunger auf Süßes bekommt. Die Nährstoffe der Mittagsmahlzeit kommen gar nicht in den Zellen an. Der Körper ist wie blockiert. Ama bildet sich aber auch durch mentale Emotionen. Wenn man psychische Probleme hat, Ereignisse aus der Vergangenheit nicht „verdauen“ kann.

3. Gesundheitstyp (Prakriti)

Gemäß Ayurveda verfügt jeder Mensch über eine individuelle Zusammensetzung von 3 Energien (Doshas), aus der seine Konstitution und seine Persönlichkeit hervorgehen. Die Doshas heissen Vata, Pitta und Kapha. Sie prägen die körperliche Erscheinung, Verhaltensformen sowie die Anfälligkeit für Krankheiten. Befindet man sich in seinem angeborenen, harmonischen Gleichgewicht und Normalzustand, ist man gesund, widerstandsfähig und glücklich.

4. Ungleichgewicht (Vikriti)

Sind die Energien jedoch gestört, überwiegt also ein Dosha oder ist eine Energie zu wenig,  ist dies die Ursache von physischen und psychischen Beschwerden aller Art: Von leichteren Problemen wie innere Unruhe, Kopfschmerzen oder Antriebslosigkeit bis hin zu schweren Erkrankungen wir Rheuma, Diabetes oder Krebs

5. Satmya

Satmya ist die individuelle Toleranz, ob der Körper Lebensmittel, Kräuter oder Medikamente akzeptiert oder mit einer Abwehrreaktion darauf reagiert. Satmya sind Stoffe, an die man zum einen gewöhnt ist und zum anderen, die für den Stoffwechsel (Agni) leicht verdaulich sind.

Zum Beispiel sind Europäer und Deutsche mehr an Milchkonsum gewöhnt als Asiaten und haben daher auch weniger Probleme Milchprodukte zu konsumieren. Gegenteilig verhält es sich aber mit Soja, der für viele Menschen schwer verdaulich ist, weil sie einfach nicht daran gewöhnt sind. Das bezeichnet man als Asatmya.

Daher empfiehlt Ayurveda auch möglichst immer lokale, heimische Lebensmittel zu konsumieren, da diese vom Körper besser verarbeitet werden können, weil er sie „kennt“. Fremde Lebensmittel sollte man immer langsam und Step by Step in die Ernährung einführen, um Überreaktionen zu vermeiden.

6. Stress

Ein weiterer Grund für Histamin Unverträglichkeit ist zu viel Stress. Stress triggert die Ausschüttung von Stresshormonen im Körper, was sich im bei der Verdauung  in Verstopfung, Durchfall oder Blähungen äußert. Auch Müdigkeit nach dem Essen ist ein typisches Symptom für zu viel Stresshormone, da der Blutzuckerspiegel trotz einer reichhaltigen Mahlzeit rasch wieder absinkt.

Stress verstärkt auch Entzündungsprozesse im Körper, was dann wiederum zu einer verminderten Produktion von Enzymen führt und somit einer Histaminintoleranz.

Was tun?

Mit Hilfe einer Ayurveda Beratung finden wir dein Ungleichgewicht – welche Doshas gestört sind, welche seelischen und emotionalen Blockaden Dich belasten. Mit Hilfe einer typgerechten Ayurveda Ernährung, wirkungsvollen Ausleitungsverfahren und heilenden Kräutern wird die Krankheit behandelt und der Körper gestärkt. So kann er wieder ganz von selbst genügend Enzyme produzieren um Histamin ohne Probleme abzubauen.

Wichtig ist auch Stagnationen des Lymphsystems und der Leber aufzulösen, was im Ayurveda vorwiegend mit Hilfe bitterer Kräuter wie  Kalmegh, Koriander, Aloe Vera, Guduchi etc geschieht.

Eine erste wirksame Sofort Maßnahme kann sein, die allgemeinen Ayurveda Ernährungsrichtlinen zu berücksichtigen.

Nicht zu viel Fermentiertes, Vergorenes, Saueres wie Zitrusfrüchte, Hülsenfrüchte in Maßen und

Gewürze Dosha-Typ gerecht.

Wichtig für eine wirkliche Heilung der Histaminintoleranz mit Ayurveda ist jedoch ein individueller Plan, der eine für den jeweiligen Gesundheitstyp spezifische Lebensmittelliste umfasst, sowie dem Agni angepasster Ernährung und sorgfältig ausgewählte spezielle Ayurveda Kräuter und Nahrungsmittel.

Auf psychischer Ebene ist es wichtig die verborgenen Gründe zu finden, die das Nervensystem ständig unterschwellig belasten. Emotionen, Ereignisse der Vergangenheit, Traumata aus der Kindheit etc

Mittels Psychotherapie lassen sich diese Probleme dann lösen und das Nervensystem „atmet auf“. Der Kopf wird wieder frei und innere Anspannung und Druck lassen nach.

Meiner Erfahrung nach ist die effektivste Methode um tiefliegende Emotionen, Stress und Trauma aufzulösen die vedische Meditation. Die vedische Meditation ist eine einzigartige Technik um den Kopf wirklich abzuschalten und tiefe Heilung auf psychisch, emotionaler Ebene möglich zu machen.

Bist Du betroffen von Histaminintoleranz, hast unerklärliche Symptome und fühlst Dich angesprochen?

Hol Dir Hilfe und lass Dich mit Ayurveda so unterstützen, dass Du wieder unbeschwert das Essen und Dein Leben genießen kannst

Hier gehts zum Gesundheitsprogramm

https://meinayurveda.com/gesund-und-mit-energie-leben/

Histaminhaltige Lebensmittel im Überblick

Histaminhaltige Lebensmittel sollten bei einer Histaminintoleranz nur beschränkt oder gar nicht auf dem Essenstisch landen. Hilfestellungen bei der Auswahl der richtigen Ernährung kann ich Dir gerne persönlich  geben.  

 

Getränke: 

  • Histaminarm: Bier (untergärige Sorten, zum Beispiel Pils) in geringen Mengen, Cola, Fruchtsaft aus Früchten wie Apfel, Orangen, Johannisbeeren, Limonade, Tee (außer schwarzer), Wasser
  • Histaminreich: Bier (obergärige Sorten, zum Beispiel Hefe), Champagner, Kaffee, Kakao, Rosé, Rotwein, Schwarzer Tee, Sekt, Weißwein

Brot und Backwaren: adé, Hefe

  • Histaminarm: Brot- und Backwaren ohne Hefe
  • Histaminreich: Alle Brot- und Backwaren mit Hefe

Fleisch und Wurst: tschüß, Leberwurst

  • Histaminarm: frischer Aufschnitt, frisches und unbehandeltes Fleisch, Geflügel und Wurstwaren, Hackfleisch (aus Eigenproduktion), Fleisch und Wurstwaren aus der Tiefkühltheke
  • Histaminreich: Brathähnchen, Bratwurst, Fleisch- und Wurst-Konserven, Fleischsalat, Formfleisch, Gepökeltes Fleisch, Geräuchertes Fleisch, Hackfleisch von der Theke (anfällig für Bakterien, die Histamin entstehen lassen), Leberwurst, Leber, luftgetrocknetes Fleisch, Streichwurst, wiederholt aufgewärmtes Fleisch

Fisch und Meeresfrüchte: 

  • Histaminarm: Frischer Fisch (nicht aus warmen Gewässern), Fischstäbchen
  • Histaminreich: Fisch, der nicht fangfrisch ist, Fischkonserven, marinierte Fische, Fischsorten aus warmen Gewässern, geräucherter, getrockneter und gesalzener Fisch, Thunfisch

Milchprodukte: 

  • Histaminarm: Butter, Frischkäse, Joghurt, Käsesorten mit geringer Reife, Milch, Quark, Sahne
  • Histaminreich: Reifer Käse, Rohmilch und Rohmilch-Käse

Obst und Gemüse: 

 

 

  • Histamin-Abbau-hemmende Früchte: 
  • Zitrusfrüchte (Zitrone, Orange, Grapefruit, Pampelmuse, etc.)
  • Erdbeere
  • Ananas
  • Kiwi
  • Papaya
  • Pflaume
  • Himbeere
  • Mango
  • Banane
  • Histaminarm: Apfel, Birne, Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Champignons, Erbsen, Gurken, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Kartoffeln, Kirschen, Kohl, Kürbis, Linsen, Mais, Mango, Melonen, Möhren, Nektarine, Orangen, Paprika, Pfirsich, Rettich, Rhabarber, Rosenkohl, Salat, Sellerie, Weintrauben, Zwiebeln
  • Histaminreich:
  • alle Trockenfrüchte, z. B. Rosinen
  • Banane mit braunen Stellen
  • überreifes Obst (geht vor allem schnell bei Apfel, Birne und Beeren)
  • Datteln
  • Ananas, Auberginen, Avocado, Bananen, Grapefruit, Himbeeren, Kiwi, Nüsse, Papaya, Spinat, Steinpilze, Tomaten,